February 17, 2026
Nein. Ich habe sie nicht gezwungen. Warum Zwang alles kaputt machen kann.
Ein ängstlicher Hund lernt nicht durch Druck. Er lernt durch Sicherheit.
Wenn ich einen Hund festhalte, obwohl er sich entziehen will, passiert Folgendes:
Ihr Stress steigt. Ihr Körper geht in Alarm. Er speichert die Situation als noch gefährlicher ab. Beim nächsten Mal wird es nicht besser.
Sondern schwerer. Gerade Hunde wie Minke brauchen das Gegenteil.
Sie müssen erleben: Ich werde gesehen. Ich werde ernst genommen. Ich bin sicher.
Es gab Alternativen. An diesem Tag hatte ich zwei andere Hunde dabei.
Sie waren offen. Stabil. Gelassen. Mit ihnen konnte die Kundin alles üben, was sie ausprobieren wollte.
Minke durfte zuschauen. Abstand halten. In ihrem Tempo bleiben und genau das ist Training. Vertrauen wächst nicht unter Druck
Minke ist bei mir im Training.
Unser Ziel ist klar: Sie soll Berührungen positiv verknüpfen.
Das bedeutet:
Erst Nähe aushalten lernen. Dann freiwillig Kontakt aufnehmen.
Dann kurze, angenehme Berührungen. Immer mit Pausen.
Immer mit Wahlmöglichkeit und in ihrem Tempo. Wenn ein Hund bleiben darf, obwohl er gehen könnte, ist das echtes Vertrauen.
Ein Hund muss nicht alles können
Nicht jeder Hund muss sich von fremden Menschen anfassen lassen.
Das ist kein Grundgehorsam. Das ist Persönlichkeit.
Wichtiger ist:
Der Hund fühlt sich sicher. Er kann entspannen. Er bleibt ansprechbar.
Alles andere darf wachsen. Mein Anspruch im Training
Ich zwinge keinen Hund zu etwas, das er gerade nicht leisten kann.
Denn ich arbeite nicht nur am Verhalten.
Ich arbeite am Gefühl dahinter. Gerade Hunde mit schlechter Vorgeschichte brauchen Zeit und sie brauchen Menschen, die sie schützen.
Minke soll lernen:
Menschen können gut sein. Berührungen können angenehm sein. Und ich darf Nein sagen. Das ist kein Rückschritt. Das ist echtes, nachhaltiges Training.
Meine Hund müssen mehr können als ein normaler Familienhund und das benötigt Zeit, denn sie soll daran freude haben mit mir und mit anderen Menschen zu arbeiten.